Zentralflughafen THF

Deutschland, Frankreich, Brasilien
2018, 97’, Farbe, DCP

Arabisch, Englisch, Deutsch, Russisch | Türkische Untertitel

Regie: Karim Aïnouz
Weltvertrieb: Luxbox

Berlinale 2018 Amnesty International Filmpreis

Über den Film

Bereits 1923 eröffnet, ist der Flughafen Tempelhof ein Vorgriff auf die monumentale Selbstinszenierung der Nationalsozialisten. Durch die Luftbrücke von 1948/49 wurde der Flughafen zum Symbol der Freiheit. Nach der Einstellung des Flugbetriebs im Jahr 2008 wurde der Flughafen Tempelhof zum größten Baudenkmal Europas. Seit 2015 dienen einige Hangars als Flüchtlingsunterkünfte. Dort träumen der syrische Student Ibrahim und der irakische Physiotherapeut Qutaiba zusammen mit zahllosen anderen Geflüchteten davon, endlich anzukommen. Über den Zeitraum eines Jahres hat der Brasilianer Karim Aïnouz den Alltag der beiden Heimatsuchenden begleitet. Voller Hoffnung bereiten sich vor auf ein Leben außerhalb des Flughafengeländes. Unterstützt werden sie dabei von Übersetzern, Ärzten, Sprachlehrern und Jobvermittlern. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten sowie Kommunikations- und Verwaltungsbarrieren prägen den Alltag und werden zur Herausforderung. Zeitgleich entfliehen auf den grünen Wiesen des benachbarten Tempelhofer Felds Berliner und Touristen ihrem Alltag. Chaos und Harmonie: zwei Welten an einem Ort.

Karim Aïnouz

Filmografie (Auswahl)

1993 Seams (Kurzfilm)
1996 Paixao Nacional (Kurzfilm)
2002 Madame Satã
2006 O Céu de Suely
2009 Viajo Porque Preciso, Volto Porque te Amo
2011 O Abismo Prateado
2014 Praia do Futuro
2017 Zentralflughafen THF

Filmstills